US-Cars - Warum?

Warum überhaupt US-Autos? Nun, überall in Deutschland haben Leute begriffen, daß es noch etwas anderes als das ständige Einerlei von Golf, Corsa und Mégane, aber auch Benz, BMW und Baudi - äh - Audi - gibt. Klar, europäische Autos haben den Vorteil, daß sie auf europäische (und Deutsche) Problematiken hin entwickelt wurden - meist mehr oder weniger günstig in Anschaffung und Verbrauch (wobei sich das manchmal auch relativieren läßt), sie passen auch in die recht engen Parkplätze rein, ohne daß man beim Aussteigen zu viele Verrenkungen machen muß.

Aber Spaß? Spaß machen diese Alltagskutschen doch in den seltensten Fällen. Und als "erwachsener" Mensch möchte man sich nicht auf das Niveau von Azubis oder sonstigen Spät-Teens oder Früh-Twens herabbegeben und einen Golf oder CRX mit allerlei unnützen Dingen umbauen, nur um wenigstens ein wenig aufzufallen (meist nur durch unnötig laute Auspuff-Rohre, die mehr Schein als Sein sind). Nein, man möchte Klassiker oder wenigstens Klasse fahren.

Und da Porsche und Ferrari sowohl in der Anschaffung als auch dem Unterhalt nicht unbedingt für jeden Geldbeutel geeignet sind, bleibt eigentlich nur der Griff hin zu Fahrzeugen, bei denen es noch Spaß macht, sie anzusehen. Und darin zu fahren. Sei es ein Mustang oder "F-Body", also Firebird oder Camaro als Vertreter der Sportwagen-Kategorie, F150 oder GMC als Pickup, eine der vielen anderen Limousinen von GM, Buick o.ä., oder ansonsten nicht einordnenbare Autos wie zum Beispiel den PT Cruiser - verschiedenes haben sie alle gemein - sie sind im deutschen Straßenbild nicht alltäglich, widersprechen teilweise der Vernunft, und sind einfach nur toll. Und nach einem Golf oder Benz dreht sich heute nun wirklich niemand mehr um ...

Da nimmt man dann gerne unschöne Aufschläge in der Anschaffung in Kauf (warum wird ein Camaro RS in den USA für $18.000 gehandelt, hier aber für DM 50.000?), Unkenntnis und Probleme bei der Zulassung, etwas höheren Spritverbrauch, und und und ... am Ende ist doch nur das gute Gefühl von Bedeutung, einen "richtigen" Wagen in der Garage stehen zu haben - und den nicht mit Tempo 250 über Autobahnen zu hetzen, sondern genüßlich zu "cruisen". Leben life - American Style.